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Leitbild: Baustein „Grün-vernetze Quartiere“

Die urbanen Freiräume in den städtischen Quartieren und ihre Bedeutung angesichts des Klimawandels sind das zentrale Thema des Bausteins "Grün-vernetzte Quartiere".

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Allgemeine Hinweise zum Beteiligungs- und Dialogprozess

Möchten Sie uns allgemeine Hinweise zum bisherigen Beteiligungs- und Dialogprozess zum Freiraumentwicklungskonzept für die Stadt Speyer geben? Was wünschen Sie sich für den weiteren Dialog?

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Die Bestandsbewertung – Speyer und seine Freiräume

Ausschnitt aus der Analysekarte 6, Quelle: agl/Saarbrücken, im Auftrag der Stadt Speyer

Eine umfassende Bestandsaufnahme und -bewertung bildet Grundlage und Ausgangspunkt für die Erarbeitung von Leitbildern, Leitzielen und Handlungsansätzen. Die Bestandsanalyse setzt sich mit der Freiraumsituation in der Stadt Speyer auseinander: Welche Arten von Freiräumen gibt es? Welche Funktionen übernimmt der jeweilige Freiraum im urbanen Freiraumsystem?

Freiräume haben vielfältige Funktionen: Sie sind nicht nur Erholungsräume, Begegnungsorte, Sport- und Spielflächen, sondern sie haben auch klimaökologische Ausgleichsfunktionen, besitzen kulturhistorische Bedeutung oder dienen dem Arten- und Biotopschutz oder dem Wasserrückhalt.

Die Freiräume zeigen Qualitäten und Potenziale, d.h. Möglichkeiten zu einer Aufwertung oder Verbesserung der aktuellen Situation. Zu den herausragenden Freiraumensembles in Speyer gehören Domplatz, Domgarten und Rheinpromenade. Der Rhein ist wie die Baggerseen, Bäche und Gräben Teil der blauen Infrastruktur der Stadt, die nicht nur für die Erholungsnutzung, sondern auch im Hinblick auf die Biotopvernetzung und als Leitlinien für Bewegungsräume ein großes Potenzial bietet. Die Wohnquartiere sind weitgehend gut mit grüner Infrastruktur versorgt. An vielen Stellen hat die Stadt in den letzten Jahren Freiräume und Grünachsen aufgewertet. Die Landschaften um die Stadt herum sind nicht nur Erholungsräume für die Stadtbewohner*innen. Sie übernehmen auch wichtige klimaökologische Ausgleichsfunktionen, bieten Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, sichern die Biotopvernetzung und dienen der forst- oder landwirtschaftlichen Produktion.

Neben den Qualitäten und Potenzialen legt die Bestandsanalyse Defizite wie Barrieren in den Wegeverbindungen, Unterversorgungen in einzelnen Stadtquartieren oder Mängel in der Ausstattung offen. Aus den Ergebnissen der Analyse und den allgemeinen Rahmenbedingungen wie gesellschaftlicher, demografischer und Klimawandel leiten sich die Herausforderungen ab, denen die Stadt Speyer im Hinblick auf die weitere Freiraumentwicklung gegenübersteht.

Unsere Leitfragen für die Diskussion: 

  • Wurden die Qualitäten und Potenziale von den Planerinnen richtig eingeschätzt?
    Wo sehen Sie weitere Qualitäten, die das Freiraumsystem der Stadt Speyer auszeichnen?
    Wo sehen Sie weitere Potenziale für Freiraumentwicklung in Speyer?
  • Wie bewerten Sie unsere Einschätzung der Herausforderungen und Defizite?
    Gibt es aus Ihrer Sicht weitere Defizite im Freiraumsystem?
    Was sind aus Ihrer Sicht besondere Herausforderungen für die Freiraumentwicklung in Speyer?

Hier können Sie die Zusammenfassung der Bestandsbewertung herunterladen. In diesem Dokument sind die Qualitäten und Potenziale sowie die Herausforderungen und Defizite der Freiraumentwicklung in Speyer kompakt zusammengefasst. Als Hintergrundpapier dient die Bestandsanalyse; hier sind die Ergebnisse der Bestandsaufnahme in elf Analysekarten mit Erläuterungen dokumentiert.


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Kommentare

Hallo,
ich vermisse in der Bestandsanalyse die Grünanlage hinter der Stadthalle.
MfG

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihren Hinweis! Wir werden in Abstimmung mit der Stadtverwaltung prüfen, ob wird diese Grünanlage in die Reihe der urbanen Freiräume mit Bedeutung für Stadt und Quartiere aufnehmen und Sie hier über das Ergebnis informieren.

Moderationskommentar

Von Seiten der Stadtverwaltung wurde nun bestätigt, dass die Grünanlage hinter der Stadthalle zu den urbanen Freiräumen mit Bedeutung für Stadt und Quartiere hinzugenommen wird.

Diese Achse muss unbedingt ausgebaut werden. Am besten gleichzeitig mit einer Verkleinerung des Verkehrsknotenpunkts (WoLa, Bahnhofstraße und Friedrich-E.-Straße) . Hier ist so viel Potential an besser nutzbarer Grünfläche vorhanden. Die besagte Kreuzung zerschneidet dieses Gebiet unverhältnismäßig. Eine Verbindung des Woogbach-Parks westlich der Gleise mit dem Park südlich des Mausbergwegs wäre sein große Bereicherung für den Freizeitwert und die Natur in diesem Gebiet.

Sehr geehrte Frau Schaal-Lehr,
gehören Grünstreifen und kleine Anlagen auch in die Bestandsanalyse?
Konkret:
- Grünstreifen in der Holzstraße gegenüber vom Tennisklub, früher mit Sitzbank.
- Kleine Anlage in der Holzstraße neben dem Kiosk/gegenüber vom Krankenhaus-Neubau.
- Anlage in der Hans-Purrmann-Allee gegenüber von Hausnummer 6 + 7.
MfG

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihre Hinweise. Sehr kleine Grünflächen gehen oft in einer anderen Freiraum- oder Siedlungsstrukturkategorie auf, auch wenn sie für die Bewohner*innen in der Nähe durchaus eine Bedeutung besitzen. Im Freiraumentwicklungskonzept werden für die unterschiedlichen Freiraumtypen Gestaltungsprinzipien aufgezeigt werden, die auch auf solche Flächen angewendet werden können. Wir werden jedoch auch prüfen, inwieweit wir die von Ihnen genannten Flächen als Grünflächen darstellen.

Bei entsprechender Gestaltung könnten die kleinen Einheiten für mehrere Personengruppen interessant werden:
- Anwohner*innen
- Kioskbesucher*innen
- Menschen, die in irgendeiner Form etwas mit dem Krankenhaus zu tun haben
- Personen die den ÖPNV nutzen (Bushaltestelle St. Vincentiuskrankenhaus)
- Radfahrer*innen (ausgewiesene Radroute)
- Spaziergänger*innen
- ...
Auch den kleinen Platz an der Ecke Holzstraße - Geisselstraße und den Grünstreifen in der Geisselstraße mit Bank und Zugang zum Schützengarten könnte man noch mit einbeziehen.

Ich bin gestern die Geisselstraße entlanggefahren. Der Grünstreifen ist nicht so breit, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Deshalb möchte ich den letzten Satz in meinem Eintrag vom 24. März 2021/20:44 Uhr wie folgt ändern.
"Auch den kleinen Platz an der Ecke Holzstraße - Geisselstraße könnte man noch mit einbeziehen."

Laut offizieller Ausweisung beginnt der Park am Woogbachtal an der Bahntrasse Burgstrasse und endet bereits an der Theodor-Heuss-Brücke. Niemand, der das Woogbachtal besucht, beendet seinen Spaziergang bereits nach 750 m, bei normaler Gehgeschwindigkeit also nach circa 8 Minuten. Konsequenterweise müsste der komplette Abschnitt zwischen Burgstraße und der Gemarkungsgrenze nach Dudenhofen ( und eigentlich darüber hinaus) als zusammenhängender Erholungsraum und Parklandschaft begriffen und ausgewiesen werden. Jenseits der Theodor-Heuss-Brücke beginnt der schönere, naturnahe und ruhigere Teil der Strecke, der täglich von hunderten Menschen im dicht besiedelten Speyer-West genutzt wird. Freizeitaktivitäten, Sport, das Ausführen von Tieren, der wochenendliche Spaziergang, befestigte Wege für ältere Menschen, kleine Kinder, die am Wasser spielen und nicht zuletzt der Rodelhang auf dem städtischen Gelände bei der Theodor-Heuss-Brücke sollten als zusammenhängende Frischluftschneise begriffen werden - und weder mittel- noch langfristig privatisiert werden, auch wenn hohe Gewinne locken. Dazu gehören auch die renaturierten Abschnitt, die riesigen alten Baumbestände, die Streuobstwiesen sowie die naturwüchsigen Bereiche auf der jeweils anderen, (noch) nicht erschlossenen Bachseite. Fatal wäre es, die Kleingartenanlagen immer weiter an den Stadtrand zu drängen und diese Grünflächen zu versiegeln und zuzubauen - so wie es mittelfristig am Haus Pannonia bereits geplant ist. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere städtische Grünflächen veräußert und zugebaut werden. Für mich ein absolutes Unding. Daher fordere ich ein Bekenntnis zum Woogbachtal, in Form einer zusammenhängenden Parklandschaft, die eine wichtige städtebauliche, klimatische und ökologische Funktion für diese Stadt erfüllt.

Hallo,
ich vermisse in der Bestandsanalyse folgende Anlagen:
- „Weidenberg“ gegenüber vom St. Guido-Stifts-Platz
- „Kapuzinerpark“ mit Kneipp-Anlage und Wiese neben dem Ägidienhaus
MfG

Moderationskommentar

Beide Anlagen sind in Karte 1 dargestellt. Die Frage, ob sie zu den Freiräumen mit Bedeutung für Stadt und Quartier (Karte 2) gezählt werden können, klären wir gemeinsam mit den Fachplaner*innen aus der Stadtverwaltung.

Grünanlage hinter der Stadthalle
• Grünanlage ohne Namen.
• Grünanlage ohne Suchergebnis im Internet.
• Grünanlage mit beliebtem Fußweg (Mühlturmstraße - Stadthalle und Obere Langgasse).
• Grünanlage mit eingezäuntem „Handwerkerturm“ (Turm zum Handwerker/Turm des Handwerkes).
• Grünanlage mit alter Mauer, altem Tor und einem verschlossenen Durchgang zur Schützenstraße.
• Grünanlage mit inoffiziellen Jugendtreffs (Parkplatz und Treppe an der Mauer).
• Grünanlage mit Dogstation und nur einer Sitzbank.

Botschaft: Durchlaufen und Hunde ausführen, erwünscht. Verweilen unerwünscht.

Hier und an so manch anderen Stellen in Speyer stelle ich mir oft die Frage, warum die Stadt so mit Sitzgelegenheiten geizt. Dabei kann man beobachten, dass die vorhandenen Bänke in der Regel dankbar angenommen werden.

Zurück zum Park hinter der Stadthalle. Hier wäre ein Umdenken seitens der Verantwortlichen nötig. Die Anlage ließe sich ohne viel Aufwand aufwerten und könnte so zu einer "Erholungsoase" werden.

• Karte 11 der Bestandsanalyse zeigt für einen Großteil von Speyer eine gute bis sehr gute Grünraumversorgung. Die Karte bezieht sich auf öf-fentliche Grünflächen / Schwerpunkträume Erholung in jeweils 5 Gehminuten Umkreis.
• Die Qualität der Grünfläche / des Schwerpunktraumes Erholung wird hier augenscheinlich nicht bewertet. Domgarten und Adenauerpark ha-ben wohl den gleichen Wert wie der Berliner Platz?
• Demgegenüber steht Karte 5 (Klimafunktion - thermische Belastung und thermische Ausgleichsräume).
• Bereiche mit hoher Versiegelung und /oder Überhitzung (Karte 5: dun-kelrot) sind gleichzeitig hervorragend mit Grünraum versorgt (Karte 11: dunkelgrün); z.B. Vogelgesang - Wie passt das zusammen?
• Die Versorgung mit Spiel-, Sport- und Stadtplätze in Speyer ist gut (ho-he Freizeitqualität).
• Der Wert von Grünflächen wird aber nicht ausreichend anerkannt. (Das Konzept unterscheidet nicht zwischen Freiraumfläche und Grünfläche.)
• Grünflächen bedeuten Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensqualität.
• Mehr Grünflächen = mehr Artenvielfalt, besseres Stadtklima
• Mehr Grünflächen = ein Mehrwert für Speyer.
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Die Auswahlkriterien für die Freiraumflächen, die dem Konzept zugrun-de liegen, erschließen sich uns nicht.
• Private Freizeitangebote wurden z.T. mitberücksichtigt (z.B. Reitanla-gen); Waldspielplatz, Grüne Mitte, Gemeinschaftsgärten incl. Hummel-garten, Wäldchen am Hagebuttenweg, Schulgärten, Platz der Stadt Chartres etc. fehlen.
• Wie wurde hier ausgewählt?
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Wir vermissen eine Analyse der bisherigen Freiraumentwicklung in Speyer.
• Die Umgestaltung von Freiräumen war bisher häufig mit +/- umfangrei-chen Entgrünungen verbunden; z.B. Berliner Platz, Guido-Stifts-Platz
• Jetzt soll laut Konzept in diesen Freiräumen die Klimafunktion (wieder) gestärkt werden. Das geht v.a. über Rückbau der Entgrüngung.
• Das Leitbild „Stärkung Klima- und Biotopfunktion“ muss bei allen künfti-gen Freiraum-Umplanungen unverzichtbarer Bestandteil sein.
• Die Idee durch Ausbau von Wegen den Grüngürtel um Speyer besser erreichbar zu machen, wirkt wie die Kapitulation vor der Überhitzung der Innenstadt – aber gerade in deren Durchgrünung muss mehr Ehr-geiz gesetzt werden um Lebensqualität zu erhöhen.
• Die Verbesserung des Innenstadtklimas sollte höchste (und nicht nied-rigste) Priorität haben (siehe Flächennutzungsplan Fortschreibung 2020, Seite 712)!
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofeur, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

Auf Basis öffentlich zugänlicher Datenbanken wie
https://www.artenanalyse.net/artenanalyse/
https://www.ornitho.de/
und dem Wissen lokaler Akteur*innen des Naturschutzes sollte eine naturschutzfachliche Bewertung erfolgen, um z.B. bisher nicht berücksichtigte Vorkommen geschützter Arten im Freiraum-Entwicklungskonzept berücksichtigen zu können

BUND Ortsgruppe Speyer
sollte eine auf das Stadtgebiet eingegrenzte Abfrage erfolgen, die als weitere Karte aufgenommen wird,

Sicher ist die Überlegung mehr Naturnähe zu schaffen im Sinne der Tierarten vor großer Bedeutung. Allerdings ist hier der Menschen und sein Aufenthalt in Speyer im Mittelpunkt. Das sollte bei der Gestaltung an erster Stelle stehen. Etwas anderes wären die Flächen Speyerer Wald oder der Auwald im Süden. Dort sollte nicht der Mensch an erster Stelle stehen, sondern den Tieren und Pflanzen sollte dort der Vorrang gegeben werden.

Im Stadtteil Erlich fehlt es an öffentlichen Grünflächen (außer dem Woogbachtal). Der Berliner Platz ist eine Hitzeinsel. Das vorhandene Grün auf privaten Gartenflächen, das noch für einen gewissen Ausgleich sorgt, wird zusehends zerstört, modische Schotterwüsten werden angelegt. Der Prozess muss dringend gestoppt werden.

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