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Leitbild: Baustein „Grün-blauer Landschaftsbogen“

Der Baustein „Grün-blauer Landschaftsbogen“ nimmt die unterschiedlichen Charaktere und Funktionalitäten der Landschaftsräume am Stadtrand in den Blick. Diese Landschaftsräume sind nicht nur wichtige Erholungsräume, sondern dienen z.B.

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Die Bestandsbewertung – Speyer und seine Freiräume

Eine umfassende Bestandsaufnahme und -bewertung bildet Grundlage und Ausgangspunkt für die Erarbeitung von Leitbildern, Leitzielen und Handlungsansätzen.

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Leitbild: Baustein „Grün-vernetze Quartiere“

Leitbild Grün vernetzte Quartiere; Quelle: agl/Saarbrücken, im Auftrag der Stadt Speyer

Die urbanen Freiräume in den städtischen Quartieren und ihre Bedeutung angesichts des Klimawandels sind das zentrale Thema des Bausteins "Grün-vernetzte Quartiere". Er beschäftigt sich mit der grün-blauen Infrastruktur für eine klimaresiliente Stadt. Dies bedeutet, dass Grün- und Freiräume sowie die Gewässerstrukturen innerhalb der Siedlungsbereiche so gestaltet und ausgestattet werden, dass sie helfen, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern.

Im Baustein „Grün-vernetzte Quartiere“ stehen zudem die stadtweit bedeutsamen, aber auch die für die Quartiere relevanten Grün- und Freiräume im Fokus. Ziel ist es, Stadtbewohner*innen wie auch für Besucher*innen ein vielfältig nutzbares Angebot an Grün- und Freiräumen bereit zu stellen, das darüber hinaus weitere Funktionen z.B. im Hinblick auf den Arten- und Biotopschutz oder die Klimaanpassung wahrnimmt.

Ein weiterer Aspekt ist die Förderung der grünen Mobilität, indem grün-blaue Achsen, die unter anderem auch die Gewässerstrukturen nutzen, Grünräume untereinander und die Siedlungsbereiche mit dem grün-blauen Landschaftsbogen verbinden.

Unsere Leitfragen für die Diskussion:

  • Wie bewerten Sie den Baustein „Grün-vernetzte Quartiere“ und dessen Leitziele?
  • Sind die thematischen Schwerpunkte richtig gesetzt?
  • Beschreiben die Leitziele die wesentlichen Aspekte, die diesem Baustein zugeordnet werden können?
  • Was möchten Sie den Planer*innen im Hinblick auf diesen Baustein mit auf den Weg geben?
  • Haben Sie Maßnahmenvorschläge zur Umsetzung der Leitziele?

Hier können Sie die Beschreibung des Leitbilds und seiner Bausteine herunterladen. In dem Dokument werden für jeden Baustein die Leitziele und Handlungsschwerpunkte beschrieben und visualisiert sowie erste Handlungsansätze und Maßnahmenvorschläge aufgeführt.

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Kommentare

Die Neugestaltung des Woogbachtals in Speyer- West ist gelungen und wird sehr gut angenommen. Man könnte von der Stadtgrenze entlang des Woogbachs nahezu komplett auf spaziergänger- und radlerfreundlichen Wege bis an den Rhein bzw. in die Stadt kommen, wäre da nicht die lästige Kreuzung Wormser-Landstraße/Bahnhofsstraße/Friedrich-Ebert-Straße. Die Ausgestaltung ist nicht nur aus Sicht des Autoverkehrs ein Graus. Sie nimmt enorm viel Platz weg für grüne Flächen. Diese Kreuzung muss unbedingt verkleinert werden um sichere Verkehrswege für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen. Ich denke, es ist möglich den Woogbach-Park westlich der Eisenbahnschienen mit dem Woogbach-Park südlich des Mausbergwegs zu verbinden. Eine Mammutaufgabe, aber eine sich lohnende. Denn gerade der Park südlich des Mausbergwegs würde davon profitieren.

Südlich der beschriebenen Kreuzung ist aktuell ein starker Bruch in der Durchgängigkeit für Radfahrer. Der Weg entlang des Woogbachs parallel Raiffeisenstraße / Banz Stadion ist nur für Fußgänger zugelassen und für einen offiziellen Fuß-/Radweg auch zu gefährlich.
Die Radroute über Raiffeisenstr. und östlich Banzstadion endet auf dem Parkplatz IGS, und ab da ist erst mal zickzack angesagt bis an am Eselsdamm wieder auf den Radweg Richtung Stadt kommt.

Sehr geehrte Frau Schaal-Lehr,
soll das jetzt oder in der 2. Phase kommentiert werden?
MfG

Moderationskommentar

Das Leitbild und die entsprechenden Handlungsansätze und Maßnahmenvorschläge sollen und dürfen gerne jetzt schon kommentiert werden. Sie können Ideen und eigene Vorschläge hier im Freiraumdialog dazu einbringen. Wir werden diese prüfen und in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung ggf. bereits in das Maßnahmenprogramm aufnehmen, das ab dem 19. April hier zur Diskussion gestellt wird.
Wir freuen uns über jede Idee und jeden Vorschlag.

Laut offizieller Ausweisung beginnt der Park am Woogbachtal an der Bahntrasse Burgstrasse und endet bereits an der Theodor-Heuss-Brücke. Niemand, der das Woogbachtal besucht, beendet seinen Spaziergang bereits nach 750 m, bei normaler Gehgeschwindigkeit also nach circa 8 Minuten. Konsequenterweise müsste der komplette Abschnitt zwischen Burgstraße und der Gemarkungsgrenze nach Dudenhofen ( und eigentlich darüber hinaus) als zusammenhängender Erholungsraum und Parklandschaft begriffen und ausgewiesen werden. Jenseits der Theodor-Heuss-Brücke beginnt der schönere, naturnahe und ruhigere Teil der Strecke, der täglich von hunderten Menschen im dicht besiedelten Speyer-West genutzt wird. Freizeitaktivitäten, Sport, das Ausführen von Tieren, der wochenendliche Spaziergang, befestigte Wege für ältere Menschen, kleine Kinder, die am Wasser spielen und nicht zuletzt der Rodelhang auf dem städtischen Gelände bei der Theodor-Heuss-Brücke sollten als zusammenhängende Frischluftschneise begriffen werden - und weder mittel- noch langfristig privatisiert werden, auch wenn hohe Gewinne locken. Dazu gehören auch die renaturierten Abschnitt, die riesigen alten Baumbestände, die Streuobstwiesen sowie die naturwüchsigen Bereiche auf der jeweils anderen, (noch) nicht erschlossenen Bachseite. Fatal wäre es, die Kleingartenanlagen immer weiter an den Stadtrand zu drängen und diese Grünflächen zu versiegeln und zuzubauen - so wie es mittelfristig am Haus Pannonia bereits geplant ist. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere städtische Grünflächen veräußert und zugebaut werden. Für mich ein absolutes Unding. Daher fordere ich ein Bekenntnis zum Woogbachtal, in Form einer zusammenhängenden Parklandschaft, die eine wichtige städtebauliche, klimatische und ökologische Funktion für diese Stadt erfüllt.

Biotopfunktion stärken
Ich bezweifle, dass das aktuell möglich ist. Das kleine Biotop neben dem CVJM-Haus wurde zerstört. Und vor einigen Tagen musste ich 2 Kinder ermahnen, die im Gebüsch alles kurz und klein schlugen. Vielleicht passt die Kombination aus „Parkanlage, Sport- und Freizeitanlage, Spielplatz“ nicht gut mit dem Wunsch nach einem Biotop zusammen. Kinder wollen nicht immer unter Beobachtung stehen, sie wollen sich z. B. im Gebüsch verkriechen und Abenteuer erleben. Und so wie der Park aktuell aussieht, lädt er regelrecht dazu ein. Wenn die Biotopfunktion gestärkt werden soll, dann müsste parallel Aufklärungsarbeit stattfinden.

Qualifizieren/aufwerten
Verbesserungspotenzial gibt es in dem Park genug. Hier ein paar Anregungen in loser Reihenfolge:

Vermüllung
Innerhalb der Anlage hat sich die Situation verbessert, aber an den Rändern des Parks (Geisselstraße, Dudenhofer Str.) sieht es im Gebüsch schlimm aus.

Trampelpfade
Durch Fällungen, Fehlplanungen, Unachtsamkeiten und eine hohe Frequentierung (CVJM-Haus) kann man nicht mehr von einer geschlossenen Grünanlage mit Parkatmosphäre sprechen. Die Lücken müssten geschlossen und ein weiterer Eingang angelegt werden. Früher gab es in der Holzstraße einen Jägerzaun.

Lärm, Verkehr und Abgase
Hier verweise ich auf die Lärmaktionspläne und auf den Verkehrsentwicklungsplan. Die Schützenstraße wird in beiden Plänen als Hotspot ausgewiesen. Hier besteht auch zum Schutz der Parkbesuche*innen dringender Handlungsbedarf.
Außerdem lärmarme Arbeitsgeräte einsetzen (Vorbild).

Lichtverschmutzung
Ein Teil der Grünanlage ist hell erleuchtet.

Sitzgelegenheiten und Abfallbehälter
Durch mehr Sitzgelegenheiten, bevorzugt unter schattenspendenden Bäumen, ließe sich die Aufenthaltsqualität verbessern. Dies könnte auch zu mehr sozialer Kontrolle führen.
Neben jeder Bank sollte ein Abfallbehälter aufgestellt und dieser auch regelmäßig geleert werden.

Nachpflanzungen und Blumeninseln
Bienenfreundliche Pflanzen, blühende Sträucher, trockenresistente Pflanzen …
Junge Bäume als Ersatz für die vielen gefällten und die stark zurückgeschnittenen Bäume.
Beim Mähen Aussparungen von „Blumeninseln“.

Beregnungsanlage/andere Grassorte
Im Sommer wird die Wiese teilweise zur „Steppe“.

Geschichtsträchtig
Nach meinen Recherchen hat die Grünanlage eine lange und interessante Geschichte. Die Historie könnte man anhand von ansprechenden Schautafeln darstellen.

Verbindung zum benachbarten Stadthallenpark
Eine Verbindung zwischen Schützengarten und Stadthallenpark wäre genial. Hier wäre das Potenzial für eine weitläufige Grünanlage mit all ihren Vorteilen.

Regeln
Auch bei den Personen, die den Park besuchen, schwindet die Bereitschaft auf andere Menschen, die Natur und die Tierwelt Rücksicht zu nehmen. Nachvollziehbare Regeln und entsprechende Kontrollen könnten dem entgegenwirken.

Sorgfalt/Vorbild
Mehr Sorgfalt bei Aufräumarbeiten nach Bau- und Pflegearbeiten (Grünschnitt, Wegränder, Bauschutt, Rasenschäden etc.).

Ansprechpartner*in
Es wäre hilfreich, wenn es eine feste Kontaktperson gäbe, an die man sich bei Fragen/Problemen rund um die Parkanlage wenden könnte. Eine Person, die sich dann auch tatsächlich kümmert.

Vernetzung
Durch eine bessere Vernetzung innerhalb der Stadtverwaltung ließen sich Probleme schneller lösen. Es ist unverständlich, warum ich z. B. die Ablagerung von „wildem Müll“ melden muss, wenn städtische Mitarbeiter vor Ort waren und diesen mit Sicherheit auch sahen.

Konzept
Der Park braucht ein schlüssiges Gesamtkonzept. Bitte beachten Sie bei der Planung auch die Altersstruktur in Speyer und dass sich in der Nähe des Schützengartens ein Seniorenzentrum, zwei Seniorenheime und ein Krankenhaus befinden.

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihre umfangreichen Anmerkungen, die wir gerne im Hinblick auf eine Aufnahme in das Maßnahmenprogramm prüfen werden, insbesondere Ihre Hinweise zu Nutzern, Blühinseln und der Verdichtung der Randbepflanzung. Teilweise kollidieren die Maßnahmen mit dem Sicherheitsbedürfnis von Passant*innen (Beleuchtung) bzw. mit dem ebenfalls ökologisch relevanten Umgang mit Wasser. Hier werden wir uns tatsächlich an andere Pflanzengesellschaften gewöhnen müssen, aber auch darauf sind sie ja bereits eingegangen. Ihre Hinweise zu Vermüllung, Pflegearbeiten und Vernetzung geben wir an die zuständigen Stellen bei der Stadt weiter.

Grünanlage hinter der Stadthalle
• Grünanlage, die in der Bestandsanalyse fehlte und somit auch kein Leitbild erstellt wurde.
• Grünanlage, die nachträglich zu den urbanen Freiräumen mit Bedeutung für Stadt und Quartiere hinzugenommen wurde.
• Grünanlage ohne Namen.
• Grünanlage ohne Suchergebnis im Internet.
• Grünanlage mit beliebtem Fußweg (Mühlturmstraße - Stadthalle und Obere Langgasse).
• Grünanlage mit eingezäuntem „Handwerkerturm“ (Turm zum Handwerker/Turm des Handwerkes).
• Grünanlage mit alter Mauer, altem Tor und einem verschlossenen Durchgang zur Schützenstraße.
• Grünanlage mit inoffiziellen Jugendtreffs (Parkplatz und Treppe an der Mauer).
• Grünanlage mit Dogstation und nur einer Sitzbank.

Botschaft: Durchlaufen und Hunde ausführen, erwünscht. Verweilen unerwünscht.

Hier und an so manch anderen Stellen in Speyer stelle ich mir oft die Frage, warum die Stadt so mit Sitzgelegenheiten geizt. Dabei kann man beobachten, dass die vorhandenen Bänke in der Regel dankbar angenommen werden.

Zurück zum Park hinter der Stadthalle. Hier wäre ein Umdenken seitens der Verantwortlichen nötig. Die Anlage ließe sich ohne viel Aufwand aufwerten und könnte so zu einer "Erholungsoase" werden.

• Um die Versorgung der Stadt mit Frischluft aus dem Umland zu si-chern, müssen Riegelbebauungen vermieden bzw. Bautabuzonen aus-gewiesen werden.
• Diese Bautabuzonen sind wichtige Freiräume. Sie sollten im Freiraum-konzept eigens aufgeführt und behandelt werden.
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Die Innenstadt ist ein Hitze-Hotspot und bietet kaum Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Stadttiere.
• Die Innenstadt wird im Rahmen des Klimawandels im Sommer zuneh-mend unattraktiver für BürgerInnen und TouristInnen.
• Sonnensegel, Albedo und Wasserspiegel reichen nicht für eine lebens-werte Speyerer Innenstadt im Hochsommer.
• Hier sollte „grüner gedacht“ werden. Mittelalterliche Stadtarchitektur und Stadgrün müssen sich doch nicht ausschließen.
• Es verwundert, warum im Freiraumkonzept Entsiegelung und Begrü-nung der Innenstadt anscheinend zweitrangig sind, obwohl die Analy-sen des Flächennutzungsplan Fortschreibung 2020 dies gerade für die Innenstadt aufgrund der extrem starken klimatischen Belastung drin-gend anraten (vgl. FNP-Gesamtfortschreibung S. 711/712).
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)
KEINE BAUMFÄLLUNGEN FÜR DIE SICHTACHSE ZUM DOM
• Laut Konzept soll die Sichtachse vom Rhein zum Dom verbessert wer-den. Heißt das Kronenrückschnitte und Baumfällungen?
• Muss man den Dom vom Rhein aus super sehen können? Ist nicht das Auftauchen des imposanten Bauwerkes zwischen den Bäumen beim Gang durch dem Domgarten mindestens genauso faszinierend?
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Sonnensegel, Albedo und Wasserspiele reichen nicht für eine lebens-werte Stadt im Hochsommer.
• Bäume und Sträucher spenden nicht nur Schatten sondern kühlen durch natürliche Transpiration (Verdunstungskälte), erhöhen die Luft-feuchtigkeit und filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft.
• Jede Grünfläche ist eine natürliche Klimaanlage.
• Jeder Baum, jeder Strauch und jede Grünfläche (auch als wilde Ecke oder brachliegende Fläche) ist ein kleines Biotop. – Ein Sonnensegel ist nur ein Sonnensegel.
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Es war sicherlich Aufgabe des Freiraumkonzeptes, horizontale Freiflä-chen zu analysieren.
• Im zunehmenden Konkurrenzkampf um Flächennutzungen in der Stadt wird das nicht mehr reichen.
• Die Planung muss auf vertikale Flächen und weitere Bauebenen aus-gedehnt werden (Wand- und Fassadenbegrünung, Dachbegrünungen etc.).
• Hier werden weltweit innovative neue Konzepte entwickelt (z.B. in Sin-gapur)
• Es reicht aber schon der Blick nach Düsseldorf (https://www.ingenhovenarchitects.com/projekte/weitere-projekte/koe-bogen...)
• Parkhaus Heydenreichstraße wird durch Erweiterung der Fassadenbe-grünung zur Klimainsel?
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

• Heimische Sträucher pflanzen und richtig pflegen! Die große Bedeutung von Sträuchern für Stadtklima, Stadtnatur und Wohlbefinden wird häufig übersehen. Sträucher sind eine gute Ergänzung und Alternative zu Stadtbäumen (Verduns-tungskälte durch Transpiration, Schadstofffilter, Schattenspender, Brutbiotop, Fut-terplatz für Insekten, Blütenpracht etc.). Sie dürfen aber nicht wie ein Möbelstück behandelt und zack-zack in Kastenform geschnitten werden.
• Weniger kann mehr sein: Eine gezielte Extensivierung von Stadtgrün kann Kosten sparen und eine Biotopaufwertung sein.
• Bei der Anpassung der Bepflanzung an den Klimawandel sollten trockenresisten-te, heimische Arten bevorzugt werden (ggf. auch Bewässerungen verbessern).
• Der Begriff der Freiräume in Speyer sollte „größer gedacht“ werden. Gehören hier nicht auch die Grünflächen und Freiflächen der Wohnungsbaugesellschaften und Institutionen etc. dazu? (z.B. große Plätze vor Kirchen, Pädagog. Landesin-stitut, Universität, Schulen, Sparkasse usw.)
• Tiefgaragen und Parkhäuser sollten möglichst intensiv begrünt werden.
• Leitbild sollte eine enge Verknüpfung zwischen Freiraumentwicklung und Bau-entwicklung sein, um starke Neuversieglungen wie z.B. im ehemaligen Areal der Jugendförderung in der Ludwigsstraße zu vermeiden. Dort wurde der ganze In-nenhof für Parkplätze versiegelt.
• Bitte prüfen: Können Parkplätze in Parkhäusern zusammengefasst werden und so Flächen für Entsiegelung und neue Grünräume freiwerden?
• Bitte prüfen: Können Sportplatz und Umfeld auf dem Normand-Gelände Na-turlebnis-Park werden?
• Bitte prüfen: Könnte der Speyerbach in der Maximilianstraße wieder oberir-disch fließen (wie im Mittelalter; Abkühlung der Innenstadt, Wasser erleben = Steigerung des Wohlbefindens)?
Mitglieder der Bieneninitiative Speyer (Doris Hoffmann, Regina Krauß, Susanne Mayrhofer, Monika Oberfrank, Volker Westermann)

Moderationskommentar

Vielen Dank den Mitgliedern der Bieneninitiative Speyer für die zahlreichen und vielfältigen Hinweise zum Leitbild „Grün-vernetzte Quartiere“! Viele Punkte, die Sie ansprechen, werden auch im Freiraumentwicklungskonzept thematisiert und im Maßnahmenkonzept aufgegriffen. Dieses möchten wir ab dem 19. April 2021 im Freiraumdialog zur Diskussion stellen.
Auf ein paar Ihrer Punkte möchte ich kurz näher eingehen:
• Freiräume in Speyer größer denken: Im Freiraumentwicklungskonzept (FEK) werden Freiräume zum einem als eigenständige Freiräume über die Freiraumtypologie dargestellt, zum anderen werden private, den Gebäuden zugeordnete Freiräume über die Siedlungsstrukturtypologie erfasst. Für letztere kann das Freiraumentwicklungskonzept Hinweise zu einer klimaangepassten, die Biodiversität fördernden Gestaltung geben. Für die eigenständigen Freiräume werden konkrete Maßnahmenvorschläge entwickelt oder Gestaltungsprinzipien aufgezeigt, die auf bestimmte Freiraumtypen angewandt werden können. Maßnahmen im privaten Bereich kann das FEK nur anregen. Das FEK ist ein offen zugängliches, informelles Konzept, an dem die Stadt künftig ihren Umgang mit den städtischen Freiräumen ausrichtet, das jedoch auch als Orientierung von privaten Investoren und Grundstückseigentümern genutzt werden kann.
• Verknüpfung zwischen Freiraumentwicklung und Bauentwicklung: Das FEK geht davon aus, dass im Sinn einer doppelten Innenentwicklung Nachverdichtungen im Bestand immer auch mit einer Qualifizierung und Aufwertung der verbleibenden Freiräume verbunden ist.
• Die Konzentration des ruhenden Verkehrs in Parkhäusern ist ein Thema, das auch mit der Verkehrsplanung abgestimmt werden muss.
• Bitte prüfen Speyerbach offenzulegen: Eine Offenlegung des Speyerbachs im Innenstadtbereich wurde bereits mehrfach von Seiten der Stadtverwaltung geprüft. Der Speyerbach liegt hier 2,0 bis 2,5 m unter der Geländeoberfläche. Eine Anhebung oder Aufstauung stellt derzeit aufgrund der zahlreichen Oberflächenwassereinläufe und der dadurch beeinflussten Wasserqualität keine Option dar.
• Klimafunktion: Bisher ist noch keine Priorisierung der Leitziele und Handlungsansätze des Leitbilds erfolgt. Eine klimaangepasste Gestaltung der Freiräume in der Innenstadt ist ein wichtiges Anliegen im Freiraumentwicklungskonzept, das jedoch kein Klimaanpassungskonzept ist und daher auch andere Funktionalitäten der Freiräume in den Blick nehmen muss.

Neben den lokal begrenzten Einzelbausteinen fände ich es wichtig, dass Freiraumverbesserung auch in der Fläche gedacht wird.
Also nicht nur: Wir verbessern den Feuerbachpark als bedeutende Einzel-Grünanlage.
Sondern auch: Wir verbessern die Qualität der verstreut vorhandenen Grünflächen. Vorhandene Flächen von limitierter Biodiversität gibt es zum Beispiel am Platz der Stadt Chartres, hinter der Stadthalle und im Domgarten. Dort sollte man die meist ungenutzten Rasenflächen durch Staudenbepflanzung (ggf auch Trittstauden) ersetzen.

Neben der Betrachtung weiterer Flächen sollte auch die flächendeckende Einbindung der Bürger und Bürgerinnen als potentielle Grünflächenbetreuende betrachtet werden. Dabei können weitere Community-Beete nach dem Vorbild des Grünen Guido ein niedrigschwelliger Einstiegspunkt zum bürgerlichen Grünflächen-Engagement sein. Gezielt gesucht werden sollten auch Möglichkeiten zur Implementierung von Nachbarschaftsbeeten nach dem Vorbild Darmstadt: https://essbaresdarmstadt.de/projekte/nachbarschaftsbeet-auf-der-parcuss...
Solche Beete können besonders gut errichtet werden in der Nähe von Brunnen/ Wasserspielen (zwecks Gießwasser).

Auf Seite 16 des Leitbilds ist für die überhitzte Altstadt besonders wenig "Begrünen" vorgesehen, obwohl es gerade dort besonders nötig wäre.
Es sollten gezielt unkonventionelle Begrünungsideen betrachtet werden, z.B. die Überspannung von Straßen mit Rankpflanzen (siehe https://essbaresdarmstadt.de/2019/01/18/mollerstadt-ein-kuehlendes-anreg...)

Außerdem sollte die Möglichkeit vertikaler Begrünung betrachtet werden, nicht nur an Fassaden, sondern auch an Begrenzungsmauern etc.

Menschen möchten Freizeit im Grünen und im Freien gestalten. Um die Störung der Speyer umgebenden Naturlandschaften zu vermeiden, sollten entsprechende Verweilorte eingeplant werden. Dazu fehlen in Speyer amphitheaterähnliche Strukturen zur Begegnung im Freien.

- Hier fehlt uns eine zusätzliche Kategorie "Urbane Wildnis/Brache", z.B. der ehemalige Sportplatz auf dem Normandgelände

- In dieser zusätzlichen Kategorie sollte die natürliche Entwicklung auf einer Stadtbrache erlaubt sein, so dass sich dort ein Rückzugsraum für geschützte Tiere entwickeln kann, z.B. Zauneidechsen, Heuschrecken, Wildbienen oder Turmfalken im Normandgelände. Dabei kann durchaus eine Mahd durchgeführt werden, die die Flächen offen hält

- Der Besuch sollte "auf eigene Gefahr" erlaubt bleiben, aber so, dass die Stadt nicht für das ganze Gebiet eine Verkehrsicherungspflicht konsequent umsetzen muss

BUND Ortsgruppe Speyer

Für die städtischen Parks wünschen wir uns als Biodiversitätsziel, das die Parks für 5 x 3 Arten Lebens- und Fortpflanzungsraum bieten:
- 3 verschiedene Brutvögel

- 3 verschiedene Wildbienen (Bienenhotel, bodenbrütende Wildbienen)

- 3 verschiedene Schmetterlingsarten

- 3 verschiedene Heuschreckenarten

- 3 verschiedene heimische Büsche

Zusätzlich sollte in jedem Parkt im Rasen eine Wieseninsel gestaltet werden: Wiesensalbei und anderen lokalen Arten dort etablieren

BUND Ortsgruppe Speyer

Erfreulicherweise gibt es in Speyer viele kleine Parks und grüne Inseln, die leider meist sehr lieblos gelassen werden. Dabei sind sie so wichtig . Ich würde mich freuen, wenn die Verantwortlichen sich den Park unterhalb der Stadthalle anschauen würden, wo die Beete oft mit Unkraut bewuchert sind, oftmals Sträucher und Pflanzen fehlen, weil sie schlichtweg vertrocknet sind. Oder der kleine Park neben dem Pflegeheim "St. Martha", dort fehlen blühende Büsche und Blumenbeete genau so wie auch in dem Park Iggelheimer/ Friedrich Ebert Straße, dort gibt es nur den Springbrunnen und Wiese.
Zudem werden alte Bäume mehr und mehr seit Jahren gefällt,- Bäume, die Schatten spenden würden. Jüngstes Beispiel: Die 2 exotischen Bäume direkt vor der Stadthalle an der Bushaltestelle. All die jungen Bäume, die gepflanzt wurden, spenden auf lange Sicht keinen Schatten und müssen im Sommer unbedingt regelmäßig gegossen werden. Dafür sind Baumpatenschaften unerlässlich, um die sich die Stadtgärtnerei und die Politik kümmern müssen.

Auch die Maximilianstraße braucht Bäume, grüne Inseln und Wasser / Brunnen. Der Postplatz könnte auch begrünt und bepflanzt werden. Das würde der Stadt mit den vielen Touristen und den Einheimischen gut gefallen. Wie der Postplatz und die Maximilianstraße jetzt aussehen, ist es keine Option für die nächsten Jahrzehnte.
Auch möchte ich anderen Menschen, die hier geschrieben haben, zustimmen, dass Radwege ausgebaut werden sollten und unbedingt mit roter Farbe gekennzeichnet, so wie die weißen Übergänge an den Ampeln abgesenkt, damit Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator ohne Probleme die Straßen überqueren können.
Außerdem fehlen Mülleimer dort, wo Parkplätze, Betriebe und Schulen sind. In der Gerhart-Hauptmann-Straße befinden sich der Rechnungshof, die Lufa, 2 Schulen und das Katholische Wohnheim. Es gibt dort keinen Mülleimer/ Papierkorb, obwohl dort jeden Tag Schüler und Mitarbeiter entlang gehen.

Das Woogbachtal ist besonders für Speyer-West ein wichtiges Erholungs- und Freizeit-Gebiet.
Die Ausdehnung von der Burgstraße bis an den Ortsrand von Dudenhofen ist bereits sehr groß und auch mehr als ausreichend. Eine Verlängerung über die Kreuzung "Rauschendes Wasser" macht keinen Sinn. Warum muss alles riesig und zusammenhängend sein? Welcher Nutzen ergibt sich da?

Moderationskommentar

Das Woogbachtal ist nicht nur ein wichtiger Erholungsraum für Speyer-West, sondern auch für die Bewohner*innen der Kernstadt-Nord und der Wohngebiete am Mausbergweg. Zudem bildet es zusammen mit dem Nonnenbachtal östlich des "Rauschenden Wassers" und den Grünanlagen am Eselsdamm eine grüne Fuß- und Radwegeverbindung vom Stadtrand im Westen bis zur Innenstadt und zum Rhein. Ziel des Freiraumentwicklungsprogramms ist es, diese Verbindung als durchgängige zentrale "Grüne Achse" aufzuwerten. Dabei besteht vor allem an der Kreuzung am "Rauschenden Wasser" Handlungsbedarf.

Die Hauptstraße in der Speyerer City ist zwar recht breit, aber nicht breit genug um hier viele Bäume und Pflanzen zu setzen. Der Domgarten ist ja nah an dieser Straße und bietet sich für eine grüne Gestaltung besser an. Auch weitere Parks in Speyer sind dazu besser geeignet.

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